
Das "Castello Aragonese" erhebt sich auf einer kleinen Felsinsel aus Trachytgestein, die mit dem östlichen Teil der Insel über eine 220 Meter lange Steinbrücke verbunden ist. Die Felsinsel erreicht eine Höhe von 113 Meter über dem Meeresspiegel und hat eine Gesamtfläche von ca. 56.000 Quadratmetern. Zum "Castello" gelangt man über einen alten Saumpfad oder aber mittels eines modernen Aufzuges, der gegen Ende der siebziger Jahre installiert wurde.Der Saumpfad verläuft zunächst im Innern eines gegen Mitte des 15. Jahrhunderts auf Veranlassung von Alfons dem I von Aragonien in den rohen Felsen gehauenen Tunnels, sodann unter freiem Himmel bis hin zum höchsten Punkt des Felskegels, wo sich der "Maschio", die königliche Residenz, befindet. Von diesem Hauptweg zweigen mehrere kleine Pfade ab, über die man zu den verschiedenen Bauten und den Gärten der Festung gelangt. Der Aufzug hingegen, dessen Schacht vollständig im Innern des rohen Felsgesteins verläuft, bringt den Besucher bis auf eine Höhe von 60 Metern über dem Meeresspiegel.Die Ansicht des "Castello" wird eindeutig dominiert von der Silhouette des (für Besucher nicht zugänglichen) so genannten "Maschio", der königlichen Residenz, die sich am höchstgelegenen Punkt der nordöstlichen Seite des Felskegels befindet, und der Kuppel der Kirche der "Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria", dem zentralen Kontrapunkt der gesamten Felsinsel.Zur Festung des "Castello Aragonese" gehören neben dem Hotel "Il Monastero" folgende Bauten: die im 18. Jahrhundert im barocken Stil errichtete Kirche der "Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria"; Eingangshalle, Hof und Terrasse des im Jahre 1575 von der Äbtissin Beatrice Quadra gegründeten Klarissenklosters; die Ruinen der im Jahre 1301 von den Einwohnern der zerstörten Stadt Gronda errichteten Schlosskathedrale, die der Assunta geweiht ist, und wo im Jahre 1509 die Heirat der Fürstentochter Vittoria Colonna mit dem Markgrafen von Pescara, Ferrante D'Avalos, stattgefunden hat; die Krypta des San Pietro, deren Wände mit Fresken der Schule Giottos aus dem 14. Jahrhundert verziert sind; die Kirche des San Pietro von Pantaniello aus dem 16. Jahrhundert; das Gefängnis, in dem politische Gefangene wie Poerio, Pironti, Nisco, Agresti und viele andere berühmte Männer des italienischen Risorgimento eingekerkert waren; das Café "Caffetteria del Monastero" mit seinem traumhaften Ausblick auf die herrliche Bucht von St. Anna; die Befestigungsmauern und Verteidigungsanlagen mit Laufgängen, Schießscharten und Wehrgängen.Belebt wird das "Castello" durch regelmäßig stattfindende bedeutende kulturelle Veranstaltungen, wie Kunstausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen und Tagungen, die den Aufenthalt an diesem Ort, wo die Schönheit der Natur und die Faszination der Geschichte eine so perfekte, harmonische Verbindung eingegangen sind, noch angenehmer gestalten.